Die Außenminister der am Atlantikpakt beteiligten Staaten trafen zur Unterzeichnung des Vertrages in New York ein. Über Spaniens Teilnahme an dem Bündnis ist noch nicht endgültig entschieden. Die ablehnende Haltung der meisten demokratischen Unterzeichnerstaaten gegenüber Madrid wurde vom Generalissimus Franco mit der Bemerkung quittiert: „Ein Atlantikpakt ohne Spanien ist ein Omelett ohne Eier.“

Der amerikanische Außenminister Acheson gab bekannt, daß die USA, obwohl sie im Moment nicht die Absicht hätten, weitere regionale Bündnisse abzuschließen, an der Sicherheit und Unabhängigkeit Griechenlands, der Türkei und Person „äußerst interessiert sind“.

Vor einer Überschätzung der Bomberwaffe warnte der USA-Generalstabschef, General Bradley. Er trat im eine ausreichende Stärke des USA-Heeres ein. „Im Laufe der letzten zwei Jahre neigte man in den USA dazu, sich ausschließlich auf die Luftstreitkräfte und den Besitz der Atombombe zu verlassen“, so sagte er. „Ich bedaure, mich dieser Auffassung nicht anschließen zu können.“

Der amerikanische Atomphysiker und Verfasser des Buches „No place to hide“, David Bradley, äußerte in einer Rundfunkrede in Washington die Vermutung, die Sowjetunion besitze nicht nur das Geheimnis der Atombombe. Es sei sogar möglich, daß sie bereits Atomwaffen, herstelle. Der deutsche Atomphysiker, Professor Hahn, dagegen, der als Gast des britischen Außenministeriums in London eintraf, glaubt nicht, daß dies der Fall ist. „Ich bin aber sicher“, meinte er, „daß die Sowjets die Waffe in ein bis zwei Jahren haben werden.“

Hat Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR hat den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Marschall der Sowjtunion, Nikolai Bulganin, seinem Amt als Minister für die Streitkräfte der Sowjetunion entbunden und den Marschall der Sowjetunion, Wassilewski, zu seinem Nachfolger ernannt

Die in Moskau erscheinende „Neue Zeit“ schrieb, die finnischen Regierungskreise hätten einen „gefährlichen Weg reaktionärer Abenteuer“ beschritten, indem sie ein „verdächtiges Interesse“ am Atlantikpakt zeigten. Es bestehe jedoch Grand zu der Annahme daß sich das finnische Volk nicht irreführen lasse.

Der bulgarische Innenminister, Jugoff, gab bekannt, man habe vor kurzem in der kommunistischen Partei „feindliche Elemente“ festgestellt, denen es gelungen sei, führende Stellungen in Partei und Staat einzunehmen. Diese Elemente seien gegen ein Bündnis Bulgariens mit der Sowjetunion. In diesem Augenblick wäre jedoch jeder Nationalismus die Hauptgefahr für alle Volksdemokratien. „Einen Titoismus dürfen bulgarische Kommunisten nicht dulden.“