Im Auditorium des State Department in Washington wurde von den Außenministern der USA, Kanadas, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens, Portugals, Norwegens, Dänemarks, Islands und der drei Benelux-Länder der Atlantik-, pakt unterzeichnet.

Ein sowjetisches Memorandum, das unter Hinweis auf die UNO-Satzungen gegen den Atlantikpakt protestierte, wurde am Tage vor der Unterzeichnung in einer gemeinsamen Antwort der zwölf beteiligten Außenminister zurückgewiesen. Ein Sprecher des State Department fügte hinzu, die Sowjetunion könne „das Inkrafttreten der vorgesehenen kollektiven Verteidigungsmaßnahmen sehr einfach dadurch überflüssig machen, indem sie niemanden angreift“.

Gewisse Abgeordnete des amerikanischen Kongresses hätten „zur Lösung unserer Probleme“ ein Treffen zwischen Truman und Stalin vorgeschlagen, sagte der demokratische Abgeordnete des Repräsentantenhauses, Mansfield. „Ich glaube, das wäre keine schlechte Idee.“

Mehrere hundert USA-Flugzeuge sollen nach einer Meldung der New York Times nach der Unterzeichnung des Atlantikpaktes an westeuropäische Nationen geliefert werden. Die USA könnten auch Geschütze und Maschinengewehre aus überschüssigen Vorräten liefern. Neue Panzer, moderne elektronische Geräte und Raketenwaffen seien jedoch in Amerika gegenwärtig selbst knapp.

Der Vorsitzende des Ausschusses für die bewaffneten Streitkräfte im amerikanischen Repräsentantenhaus, Carl Vinson, forderte, daß das von Präsident Truman vorgeschlagene Verteidigungsbudget in Höhe von 14 765 Mill. Dollar um 1700 Mill. $ erhöht werde. Die ursprüngliche Summe könne den aus der gegenwärtigen Lage sich ergebenden Notwendigkeiten nicht gerecht werden.

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Krieg ist nicht unvermeidlich“, erklärte Winston Churchill vor; etwa 14 000 Zuhörern in Boston (USA), „schön oft hat sich etwas ereignet, das dem Lauf der Dinge eine Wendung gab oder beruhigend wirkte.“ – „Europa wäre bereits kommunistisch geworden“, fuhr Churchill fort, „und London bombardiert, wenn die Atombombe mit ihrer abschreckenden Wirkung nicht in den Händen der USA läge.“