In allen deutschen Schulen werden zum 200. Geburtstage Goethes am 28. August die fünf besten Schüler durch eine Buchprämie aus den von den deutschen Verlegern angekündigten Goethe-Ausgaben ausgezeichnet werden. Die Mittel zu diesen Prämien sollen nach einem Aufruf des „Komitees für die Goethe-Gabe des deutschen Volkes 1949“, der vom Rektor der Universität Heidelberg, Professor Oeiler, unterzeichnet ist, die städtischen oder landratsamtlichen Behörden aufbringen.

Thomas Mann wird zum 200. Geburtstag Goethes am 28. August dieses Jahres einen Vortrag im britischen Rundfunk halten. – Der Suhrkamp Verlag (Berlin) hat der „Gesellschaft der Freunde der Marienkirche in Lübeck“ die erste Rate von 4328 DM aus den Honoraren überwiesen, die Thomas Mann für die beschädigte Kirche seiner Heimatstadt zur Verfügung gestellt hatte.

Ein Preis von 10 000 D-Mark, der von der Stadt Köln zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst in Deutschland ausgesetzt worden ist, wird im Frühsommer anläßlich der Ausstellung „Deutsche Malerei und Plastik der Gegenwart“ zum erstenmal zur Verteilung kommen.

Der Kunsthistoriker Professor Dr. Georg Bierin arm ist im Alter von 68 Jahren in Pullach bei-München gestorben.

„Das große Leben“, ein 1937 gedrehter Sowjet-Film über die Anfänge der Stachanow-Bewegung, wurde in Zwickau für Deutschland erstaufgeführt. Adolf Hennecke hielt nach der „Tannhäuser“-Ouvertüre eine Ansprache vor den als Gäste eingeladenen Aktivisten der Sowjetzone.

Der russische Schriftsteller Konstantin Simonow, der den Kriegsroman „Tage und Nächte“ und nach einem Besuch der Vereinigten Staaten als offizieller Gast das Theaterstück „Die russische Frage“, eine Satire auf die USA, schrieb, erhielt einen Stalin-Preis in Höhe von 100 000 Rubel für eine Gedichtsammlung mit dem Titel „Freunde und Feinde“. Den Hauptpreis für Musik bekam in diesem Jahr A. G. Artyunyan für Kantaten über die Heimat. Der lettische Ministerpräsident, Vilas Latsis, wurde für sein Buch „Sturm“, das die Fortschritte Lettlands seit der Aufrichtung des Sowjetsystems beschreibt, mit einem „kleineren“ Stalin-Preis ausgezeichnet,

Dostojewskij sei ein boshafter und durchtriebener Feind der Revolution, erklärte die sowjetische „Literatur-Zeitung“ und griff gleichzeitig den Direktor des Gorki-Institutes für Weltliteratur Professor Kirpotin an, der in einem Buch versucht hatte, Dostojewskij zu rechtfertigen. Kirpotin wurde inzwischen aus dem Institut ausgeschlossen.