Oft, wenn die Gedanken mich überstürzen, die ich doch nicht

alle gleichmäßig aufnehmen kann,

und die Sorgen um Brot und Paß und die Bekümmerung

um den vierten großen Krieg, der schon hinter dem möglichen

dritten heraufzieht,

wo China gegen Amerika kämpft, das dann nur noch die ge-

schwächten Russen als Verbündete haben wird,

und nach dem vierten um den fünften, wenn erst das fromme

Indien seine ganzen Energien, die es bisher auf Gott gerichtet

hielt,

von dort abzieht und wie einen Feuerstrahl auf das Indische

wendet,

öffne ich die Fenstertür und lege mich, nachdem ich die Arm-

banduhr abgenommen habe, um meine Gebundenheit an die Zeit

aufzuheben,

platt auf den Boden, auf das große rote Tuch,

auf dem, wir als Liebende ruhten und auf dem unser Kind

spielend seine ersten Schritte tat

und das mich auf allen Reisen und Fluchten und in noch un-

behaglicheren Situationen begleitete.

Ich liege platt auf dem Boden und lasse alles über mich hinweg-

gehen und atme den guten Geruch

des gebohnerten Holzes und den leicht bitteren des herbstlichen

Laubes, das von der Terrasse hereinkommt.

Ich atme und fühle die zuverlässige

Rauheit der Wolle und sehe von unten die Kommode und das

grüngestrichene –

Metall der Heizung und den getragenen Stuhl und die ganze

Festigkeit der Dinge und rühre an das, was in ihnen wirkt und

sie erhält.

Immer wieder wollen diese Niederschriften sich rhythmisch heben

und senken, noch stärker als sie dies ohnehin schon tun

und sich zu einem richtigen Gedicht, am liebsten einem Sonett

zusammenschließen,

das ganz für sich wäre und nichts mehr mit mir zu tun hätte ...

Aber ich hindert sie daran und trenne sie immer wieder, wenn

sie die Arme

miteinander verschränken und zu hüpfen anfangen,

damit ich und das, was mir gesagt wird, in Freiheit bleiben.

Auch die großen und schönen Worte schicke ich höflich weg,

die immer wieder heranwollen, und ebenso die scharfen und die

starken,

die Waffen tragen und Werkzeuge und sich mir so bereitwillig

zur Verfügung stellen,

zu kämpfen oder eine Fabrik zu bauen, deren Erzeugung einem

dringenden Bedürfnis abhelfen würde,

oder Baracken für Vorträge und Predigtversammlungen

oder auch nach dem Gold und der Wärme im Boden zu graben.

Bitte geht fort! Ich möchte nichts, was in die Tiefe dringt oder

der Erde aufliegt,

nichts, was sich nicht gleich selbst wieder erhebt, nichts, was

Anspruch auf eine Dauer macht, die über den unmittelbaren

Klang hinausgeht.