Außenminister Acheson erklärte „wir nähern uns jetzt dem Zeitpunkt, da wir unter gleichen Voraussetzungen mit den Mächten verhandeln können, die nicht mit uns übereinstimmen. Diese Besprechungen können dann nicht nur im freundschaftlichen Geiste, sondern auf der Grundlage gleicher Stärke geführt werden.“

Korrespondenten berichteten aus Washington, daß Amerika noch vor Annahme des Waffenhilfegesetzes Flugzeuge nach Europa senden werde. Vor allem kämen 500 Jagdflugzeuge in Frage, die bereits „eingemottet“ seien, aber für die erwarteten Krisenwochen des Frühsommers den Bedarf decken könnten.

In London wurde bekanntgegeben, daß im Rahmen der militärischen Zusammenarbeit der Westeuropa-Union England Anfang Mai je eine Einheit schwerer Flakartillerie für mehrere Monate nach Belgien und Holland entsenden werde.

Die UNO-Vollversammlung beschloß, daß das Veto im Sicherheitsrat nur noch in Ausnahmefällen angewandt werden soll. Die Großmächte wurden aufgefordert, ihr Vetorecht auf bestimmte Punkte von außerordentlicher Bedeutung zu beschränken.

In Irland wurde mit großen Feierlichkeiten die Republik proklamiert. Tausende von Irländern, die in England leben, demonstrierten in London für einen britischen Rückzug aus Nordirland. König Georg von England beglückwünschte den neuen Präsidenten der Republik mit einem in herzlichem Ton gehaltenen Telegramm.

*

Über Spaniens Haltung im Falle eines Krieges erklärte der frühere britische Marineattaché in Madrid Hillgorth, die Spanier fühlten sich isoliert und von den Westmächten beleidigt und verletzt, die unmittelbare Reaktion Kriegsfall werde voraussichtlich darin bestehen, daß Spanien, falls es nicht unmittelbar angegriffen wird, beschließen werde, auch weiterhin neutral zu bleiben.