Hannover-Laatzen ist gerüstet, um mit einem festlichen Auftakt die dritte Exportmesse beginnen zu lassen. Als erfreuliches Faktum kann festgestellt werden, daß man aus den Erfahrungen der rückliegenden Messen die Lehre gezogen hat, vor allem die Werbung im Ausland frühzeitig anlaufen zu lassen. Denn schließlich ist der Besuch des ausländischen Käufers für den Erfolg dieser Messe von grundlegender Bedeutung.

Erstmalig hat man in diesem Jahr eine Teilung der Exportmesse Hannover vorgenommen. Der Sinn dieser Maßnahme ist es, neben einer stärkeren Konzentration der einzelnen Branchen dem ausländischen Besucher ein zweckmäßigeres Bild von dem deutschen Warenangebot zu vermitteln. Ob sich diese Hoffnungen erfüllen werden, die den ausländischen Besucher verhältnismäßig lange an Hannover binden, falls er beide Messen besuchen will, wird erst nach Abschluß der Technischen Exportmesse (20. bis 30. Mai) gesagt werden können.

Am 22. Mai beginnt die Allgemeine Exportmesse, die bis zum 28. April andauert und eine Messe der Verbrauchsgüterindustrie sein wird. Nachdem nun auch die letzte Zelthalle durch eine Stahlkonstruktion ersetzt worden ist, werden die 2678 Aussteller ihre Erzeugnisse in acht massiven Ausstellungshallen zeigen können. Erstmalig ist in diesem Jahre die französische Zone in Hannover vertreten. Aber auch diesmal weist wieder Nordrhein-Westfalen neben Niedersachsen das größte Ausstellerkontingent auf.

Nach den Erfahrungen der jüngsten deutschen Exportentwicklungen am Weltmarkt dürfte das Schwergewicht der Messen von Hannover bei der Technischen Messe liegen. Das zeichnet sich bereits jetzt dadurch ab, daß die Textilindustrie, die noch im Vorjahr an der Spitze der ausstellenden Firmen lag, ihren Platz an die Firmen des Maschinenbaus und der Eisen- und Metallwarenproduktion abgegeben hat. Für die jetzt beginnende Allgemeine Exportmesse könnte sich vielleicht auch der kurze Abstand von den Messen in Köln und Frankfurt nachteilig auswirken.

ww.