Polen fördert seine Filmproduktion. Der weit beachtete Anfang wurde mit dem Zeitfilm „Auschwitz“ gemacht, einem gnadenlosen Dokument menschlicher Schande. Dieser authentische Film war nicht bequem, aber er zeichnete sich dadurch aus, daß er ohne Fanatismus und frei von Rachegefühlen und Übertreibungen war.

Jetzt wurde „Skarb“ („Der Schatz“ aufgeführt, eine Art „Der-Apfel-ist-ab“-Film, ohne daß man von einem Wiederkäutner sprechen müßte. Der Held des Films ist ein Warschauer Autobusschaffner. Man sprach von der Verkörperung eines neuen Stiles sozialrealistischer Prägung. Eine Rundfunkstudioszene ist von köstlicher Skurrilität. Die Warschauer schlagen sich schier um die Plätze zu den Vorführungen dieses viel debattierten Filmes. Der „Film Polski“, dem alle Ateliers zerstört Waren, hat sich schnell erholt,

G. Kr.