Der wirtschaftliche Wiederaufstieg Deutschlands beschränkt sich leider nur auf den deutschen Westen. Wenn es aber schon ein „geteilter“ Wiederaufstieg sein muß, so sollte man doch meinen, daß er wenigstens im Westen ungeteilt sei. Doch ein Blick auf die französische Zone sagt das Gegenteil. Der Wirtschaftsminister von Südwürttemberg-Hohenzollern brachte dafür kürzlich eindeutige Beweise. Zwar muß dieses Wirtschaftsministerium mit seinen Angaben sehr vorsichtig sein, aber die Angaben, die trotzdem gemacht werden konnten, sind charakteristisch genug für diese „geteilte“ Freude des deutschen bestens am Wiederaufstieg.

Und obendrein stimmen sie betrübt, wenn – wie seitens des südwürttembergischen Wirtschaftsministeriums geschehen – eine Gegenüberstellung gewagt wird, ein Vergleich nämlich des erheblich divergierenden Anstiegs im Produktionsvolumen des amerikanisch besetzten Nordwürttembergs und französisch besetzten Südwürttembergs. Beide finden offenbar aus der ungewollten und jetzt schwer zu überwindenden. „Trennung von Tisch und Bett“ (zum Beispiel hinsichtlich der Ernährungswirtschaft und der Aufnahme von Flüchtlingen) nicht mehr heraus.

Für das Produktionsvolumen (1936 = 100) ergibt die Statistik folgendes Bild:

Württemberg

(amerik. Zone) (franz. Zone)

1947 42 37

1948 62 49