Zur Feier der 25. Wiederkehr. des Tages, an dem Max Reinhardt die Direktion des Theaters in der Josefstadt in Wien übernommen hatte, wurde ein an der Front des Theatergebäudes von Mario Petrucci geschaffenes Wanddenkmal durch die Witwe des Verstorbenen, Helene Thimig, enthüllt. Die neugestifteten Reinhardt-Ehrenringe, die jedes Jahr an diesem Tag für die beste schauspielerische Leistung verliehen werden sollen, wurden erstmalig Paula Wessely und Anton Edthöfer überreicht.

Eine Erklärung gegen Professor Curtius, Bonn, wegen seines Aufsatzes „Goethe oder Jaspers (siehe „Die Zeit“ v. 28. 4.) veröffentlichten sieben Heidelberger Professoren – die Juristen Rektor Karl Geiler und Gustav Radbruch, der Mediziner Heinrich Bauer, der Theologe Hans Freiherr von Kampenhausen, der Soziologe Alfred Weber, der Kunstgeschichtler August Griesebach und der Philologe Otto Regenbogen. Der Angriff von E. R. Curtius sei unsachlich und beleidigend, unvereinbar mit der Achtung, die der Persönlichkeit von Karl Jaspers geschuldet wird und nicht würdig eines Gelehrten vom Range von E. R. Curtius.

Nachdem Albert Camus wegen seines Romanes„Die Pest“ von dem Italiener R. M. de Angelis des Plagiats bezichtigt wurde (siehe „Die Zeit“ vom 10. 2.), wurde jetzt dem französischen Schriftsteller Vercors von einer Pariser Wochenzeitung vorgeworfen, er habe für seine Novelle „Das Schweigen des Meeres“ die Erzählung Bindings „Unsterblichkeit“ als Vorbild genommen. Beide Novellen stimmen sowohl in der Idee als auch in der psychologischen Entwicklung und manchen stilistischen Details überein.

Der englische Schauspieler James Mason satt auf Vorschlag Kravchenkos bei der Verfilmung des Buches „Ich wählte die Freiheit“ die Rolle Kravchenkos übernehmen.