Nun sind sie wieder „behütet“, die Frauen. In der hellen. Frühlingssonne leuchtet es in allen Farben, in knalligen und zarten Tönen. Das noch vor einem Jahr so knappe Material bietet sich jetzt in allen Qualitäten, in Stroh, in Filz und den verschiedensten Stoffarten an. Man kann sich lustige Kappen, kleine flotte Sportmodelle mit langen Federn oder – für den Nachmittag – breitrandige Hüte mit duftiger Schleiergarnierung auf die kurzen Locken setzen. Der Schleier steht überhaupt unter einem glücklichen Stern. Er darf das Gesicht vom Hutrand her weich umrahmen und sich unter dem Kinn zu Ipser Schleife zusammenschließen; er kann sich an der Nasenspitze festhalten (wofür die Form derselben ausschlaggebend ist) und läßt dann kokett die Augenpartie frei, oder er flattert lose im Wind. Das Kopftuch – Dank sei ihm gesagt für alle guten Dienste – ist praktisch, die Frauen wollen aber allmählich nicht mehr nur praktisch sein, darum feiern sie die Rückkehr der Hüte.