Am 31. Mai hat das Hamburger Haus G. L. Gaiser sein neunzigjähriges Bestehen feiern können, Der Württemberger Gaiser errichtete 1859 in Harburg die erste deutsche Ölmühle für die Verarbeitung von Palmkernen. Zehn Jahre später übernahm er die westafrikanischen Interessen der Firma Wm. O’Swald & Co.; seitdem hat die Firma als einer der Wegbereiter des europäischen Handels speziell in der nachmaligen britischen Kolonie Nigeria, später auch in Kamerun, vorbildliche Arbeit geleistet. Nach dem Verlust der Auslandsanlagen im ersten Weltkrieg hat das Handelshaus, nunmehr unter der Leitung von Hans und (ab 1934) Rolf Brettschneider, erneut in Nigeria Fuß gefaßt. Sie steht heute, in ungebrochener Lebenskraft, wieder vor ähnlichen Problemen und Aufgaben, wie nach 1919. – Zum Jubiläumstag hat die Forschungsstelle für hamburgische Wirtschaftsgeschichte als Band 2 ihrer Veröffentlichungen unter dem Titel „G. L. Gaiser, Hamburg–Westafrika, hundert Jahre Handel mit Nigeria“ eine von ihrem wissenschaftlichen Leiter Dr. Hieke geschriebene Monographie herausgebracht (Hoffmann & Campe Verlag), die in Kürze hier noch ausführlicher gewürdigt werden soll. n. f.