Das Goethe-Haus am Frauenplan in Weimar ist wiederhergestellt worden und soll in der „Aktivistenwoche“ eröffnet werden. Da die Einrichtung des Hauses bombensicher verwahrt war und von sämtlichen Räumen Farbphotos vorhanden sind, soll, nach Berichten aus Weimar, das Haus nichts von seinem ursprünglichen Reiz eingebüßt haben.

Maria Cebotari ist am9: Juni einem Krebsleiden erlegen. Die große Sängerin, 1910 in Kischinew (Bessarabien) geboren, hat eine glanzvolle Karriere durchlaufen, die sie vom Kathedralchor ihrer Heimatstadt über ein in Paris wirkendes russisches Emigrantentheater nach kurzem Hochschulstudium in Berlin, 1931 an die Dresdner, 1934 an die Berliner Staatsoper führte. Seit 1947 war sie Mitglied der Staatsoper in Wien. In ihrer Kunst verband sich der weiche Schmelz einer zauberhaft schönen Sopranstimme mit ungewöhnlicher Musikalität, vollendeter Technik und einem persönlichen Charme, der allen ihren Nachgestaltungen eine unvergeßliche Lebendigkeit verlieh. Maria Cebotari war in erster Ehe mit dem Regisseur Alexander von Wyruboff, in zweiter, mit dem im März 1948 verstorbenen Filmschauspieler Gustav Diessl verheiratet.

Walt-Disney-Filme werden durch die Marshall-Plan-Hilfe bald in westdeutschen Filmtheatern zu sehen sein.

Bei den Passionsspielen in Oberammergau soll in diesem Jahr zum erstenmal auch die Matthäus-Passion von Bach aufgeführt werden. Prof. Eugen Papst, in Oberammergau geboren, wird die Münchner Philharmoniker dirigieren. Weil auf der Festspielbühne dem alten Gelübde nach nur das Passionsspiel aufgeführt werden soll, erklärte dazu das Festspielkomitee ausdrücklich, es bedürfe keiner Rechtfertigung für die Matthäus-Passion, die auch wie die Bachsche Musik ein Kind der Ars Sacra sei.