Bis heute ist es noch nicht gelungen, die Versorgung der Westzonen mit exotischen Gewürzen zu sichern. Zunächst sind nur Kümmel und Paprika in ausreichenden Mengen vorhanden. Besonders schlecht ist die Versorgung mit Pfeffer, der sogar in den Vereinigten Staaten knapp ist, weil die indonesischen Hauptanbaugebiete infolge der Kriegsverwüstungen noch nicht wieder lieferfähig sind.

Jetzt hat der Bizonale Einfuhrausschuß der Gewürzimporteure und der Gewürzindustrie bei der Verwaltung für Ernährung und Landwirtschaft den Antrag auf Bereitstellung von Devisen aus nicht ausgenutzten Wertgrenzen gestellt Mit diesen Devisen soll der Gewürzmangel in Westdeutschland behoben werden. Wenn also die Verwaltung für Ernährung und Landwirtschaft dem Antrag der Gewürzimporteure stattgeben sollte, könnte es sein, daß Westdeutschlands „pfefferlose“ Zeit recht bald zu Ende geht...

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