In Paris wurde die Außenministerkonferenz über Deutschland beendet. Die „Großen Vier“ beschlossen einen modus vivendi über Berlin und eine Ausarbeitung des österreichischen Staatsvertrages bis 1. September. Über alle grundlegenden Probleme konnte keine Einigung erzielt werden. Die Außenminister wollen im September, während der UNO-Vollversammlung, sich erneut besprechen.

Die Londoner Times behaupteten, die Pariser Außenministerkonferenz sei nicht völlig umsonst gewesen. „Sie hat gezeigt, daß die Russen gegenwärtig nicht bereit sind, sich aus Deutschland zurückzuziehen, oder den deutschen Nationalismus zu weit zu ermutigen, sei es, weil ihre eigenen Satelliten einen Druck ausüben, oder sei es wegen ihrer unerfreulichen Erfahrungen bei den Wahlen in der Ostzone.“

Gerüchte in Paris, wonach der neue USA-Botschafter in Moskau, Admiral Kirk, eine Einladung Trumans an Stalin zu einem Besuch in Washington überbringen werde, wurden vom State Department offiziell dementiert. Er werde lediglich ein Schreiben überreichen, das die Hoffnung auf eine Besserung der sowjetisch-amerikanischen Beziehungen zum Ausdruck bringe.

Der amerikanische Stadtkommandant von Berlin, General Howley, und der Vorstand der UGO billigten den Entschluß der Westberliner Eisenbahner, ihren Streik fortzusetzen, statt, wie ihnen empfohlen worden war, die Arbeit wiederaufzunehmen.

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Nur ein von beachtlichen Machtmitteln getragener Widerstand könne die Sowjetunion zur Abkehr von ihrer aggressiven Politik bewegen, sagte der frühere USA-Botschafter in Moskau, General Bidell Smith „Die USA stehen heute der ernstesten Bedrohung in ihrer Geschichte gegenüber.“

Präsident Truman erklärte, daß er den Anstieg der Arbeitslosenziffer und den geschäftlichen Rückgang in den USA nicht als eine Krise betrachte, obwohl sich die Zahl der Arbeitslosen auf 3 289 000 erhöht hat.