Eine Gesellschaft für den Austausch mit dem neuen Deutschland ist von einer Gruppe bekannter Persönlichkeiten in Paris ins Leben gerufen worden. Die Gesellschaft, der nur französische Staatsbürger angehören können, setzt es sich zur Aufgabe, die französische und die deutsche Öffentlichkeit, insbesondere die Jugendbeider Länder, ohne Schonung und Vorurteile mit den ungelösten zwischen Frankreich und Deutschland bestehenden Problemen vertraut zu machen, und wünscht die Gründung einer ähnlichen Organisation in Deutschland. Zum Direktionskomitee gehören unter anderem Jean Schlumberger, J. P Sartre, Emanuel Mounier, Prof. Vermeil und Angelloz.

Die im vergangenen Jahr im Kestner-Haus in Hannover gezeigte Ausstellung von Lithographien Pablo Picassos aus den Jahren 1945 bis 1947 ist jetzt, bereichert durch eine Wanderausstellung moderner französischer Graphik aus Karlsruhe, in der Hamburger Kunsthalle zu sehen.

Unter dem Motto „Eine Ausstellung sichergestellter deutscher Kunst“ zeigen die Russen in der Leningrader Eremitage die nach der Besetzung Dresdens von den Russen abtransportierte Sixtinische Madonna von Raffael und andere aus Dresden und Berlin verschwundene Kunstwerke. Ferner sind Bilder von Rembrandt, Tizian, Dürer, Coreggio, Caspar David Friedrich und Ludwig Richter ausgestellt. Eine Ausstellung des Pergamonaltars und einzelner Stücke der Schinkel-Sammlung soll demnächst folgen.

Obgleich die Szenen aus dem französischen Film „Die Verdammten“ (Les Mandat), die bei der Vorführung in München Protestszenen des Publikums hervorgerufen hatten (Angehörige der deutschen Kriegsmarine schießen auf Schiffbrüchige) inzwischen herausgeschnitten sind, wurde der Film auf einer Diskussion des Stuttgarter Filmklubs als künstlerisch unwahr und tendenziös bezeichnet und seine Aufführung abgelehnt.