Nach der jetzt bekanntgewordenen Anordnung des Direktors der Verwaltung für Finanzen genießen nicht nur die Zeichnungen aus freien Mitteln auf die sechsprozentige Deutsche Reichsbahnanleihe die Steuervergünstigungen für Sonderausgaben. Vielmehr werden diese auch gewährt für Zeichnungen aus Anlagekonten, sofern die Beträge auf drei Jahre gesperrt bleiben. Dadurch ist die Verwertungsmöglichkeit dieser Reste aus der Währungsreform noch wesentlich verbessert. Diese Beträge können jetzt also zu dem höheren Zinsfuß von 6 v. H. angelegt werden; darüber hinaus können sie sogar praktisch sofort flüssiggemacht werden, weil diejenigen Teile des Einkommens frei verfügbar bleiben, die sonst zur Erzielung der Steuervorteile festgelegt werden müssen. Berechnungen über das Ausmaß der Steuerersparnis haben ergeben, daß diese bis zu 40 v. H. des Zeichnungsbetrages gehen. Besonders vorteilhaft ist die Zeichnung für Steuerpflichtige über 50 Jahre, bei denen die anzurechnenden Beträge verdoppelt sind. – m.

Die Zeichnungsfrist für die Reichsbahnanleihe ist bis zum 9. Juli verlängert worden. Für Zeichnungen, die nach dem 25. Juni erfolgen, können Zahlungen bis zum 15. Juli geleistet werden.