Die Westmächte befänden sich jetzt in Europa in der Offensive, erklärte der amerikanische Außenminister Acheson. Da es nicht gelungen sei, auf der Pariser Außenministerkonferenz die Deutschlandfrage befriedigend zu lösen, unterstreiche er noch einmal, daß es von „äußerster Bedeutung ist, die Ratifizierung des Atlantikpaktes und die Annahme des militärischen Hilfsprogramms für Westeuropa noch in der diesjährigen Sitzungsperiode des USA – Kongresses durchzuführen“.

Die Prawda kam in einem ausführlichen Kommentar zu dem Schluß, daß das Endergebnis der Pariser Konferenz ein ausgesprochener Erfolg der Sowjetpolitik und eine Niederlage der „Strategen des Kalten Krieges“ darstelle.

Was in Paris erreicht wurde, sei ein Maximum dessen, was Österreich erwartet habe, sagte Außenminister Gruber. Der Erfolg sei beiden Seiten zu verdanken. Innenminister Helmer wies in einer Erklärung die Gefahr eines kommunistischen Putsches nach dem Abzug aller Besatzungstruppen weit von sich.

Der Vorstand der Gewerkschaft Westberliner Eisenbahnarbeiter beschloß, die Mitglieder aufzufordern nach fünfwöchigem Streik die Arbeit wieder aufzunehmen. Die westlichen Kommandanten hatten dies in einem Schreiben an Oberbürgermeister Reuter gefordert.

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In Washington erklärte der amerikanische Verteidigungsminister Johnson, die Landesverteidigung der USA sei in einer besseren Verfassung als je zuvor in Friedenszeiten. Allerdings werde das Atombombengeheimnis in wenigen Jahren nicht mehr alleiniger Besitz der USA sein.

Präsident Truman ersuchte den amerikanischen Kongreß in einer Sonderbotschaft um Bewilligung von 45 Millionen Dollar für sein, Programm zur Entwicklung wirtschaftlich rückständiger Gebiete.