Drei britische Torpedoboote sind nach Hamburg vorgedrungen – horribile dictu –, und ein britischer Zerstörer war schon eine Woche vorher da, und diese Besuche sind Freundschaftsbesuche, das heißt: sie dienen dem Frieden und sind ganz nebenbei dazu angetan, harmlose Gemüter völlig durcheinanderzubringen. Wo bleibt die re-education?

Freundschaftsbesuche – ei, das ist fein! Viertausend Hamburger Bürger ergriffen freudig Spazierstöcke und Regenschirme und machten sich auf, den Zerstörer, der dazu eingeladen hatte, besichtigt zu werden, zu besichtigen. Auch die Geschütze? Ja, daran waren die Besucher sehr interessiert, und sie trieben die Freundschaft so weit, daß die Schutzleute für Ordnung sorgen mußten –: so groß war das freundschaftliche Gedränge um die Geschütze.

Die Kinder dürfen das nicht, dürfen nicht mit Geschützen spielen, nicht mir Kriegsschiffen von Zentimeterhöhe; sonst verrieten sie militaristische Denkungsart. Man läßt sie auch keine Märchen lesen, die grausam sind. Aber bei den Erwachsenen kommt es nicht so darauf an. Und so zerstörte der britische Zerstörer das Märchen, daß Freude an Schiffen, und hätten sie auch Kanonen, militaristisch sei ... War es so gemeint? Ist es demokratisch, an der einen Hand den pädagogischen Zeigefinger zu erheben und mit der anderen Hand hervorzukommen: „Guck mal, was ich hier, habe! Ein Schiff, einen Zerstörer ...“ Und alle guckten und waren froh, daß hier, in der christlichen Seefahrt, einmal christlich gehandelt wurde nach dem biblischen Satz, die rechte Hand solle nicht wissen, was die linke tut... M.