Auf dem Jahreskongreß des Pharmazeutischen Großhandels im Vereinigten Wirtschaftsgebiet, der unter Vorsitz von Generaldir. Dr. Samstag, Frankfurt a. M., in Hamburg stattfand, machte Dr. Samstag eingehende Ausführungen über die wirtschaftliche Situation. Die Firmen des Verbandes versorgen heute etwa 4500 Apotheken. Die pharmazeutischen Großhandelsfirmen unterhalten ein komplettes Lager aller Erzeugnisse vom Blutegel bis zum Penicillin und beliefern die Apotheken täglich mit den Erzeugnissen, die jeweils gebraucht werden. Nachdem die Drogen- und Chemikalien-Importe angelaufen sind, haben die pharmazeutischen Erzeugnisse wieder Friedensqualität erlangt. Die Bevölkerung wünscht heute hochqualifizierte Erzeugnisse. Der Wirtschaftszweig der Pharmazeutik steht, wie betont wurde, krisenfest da, nachdem die Übergangsschwierigkeiten der Währungsreform im Zusammenhang mit teilweise nicht mehr absetzbaren Vorräten überwunden werden konnten. Bemerkenswert ist, daß die Preise pharmazeutischer Artikel, die in der Arzneitaxe auf dem Preisniveau von 1936 festgehalten worden sind, so gut wie keine Erhöhung erfahren haben. Die gesteigerten allgemeinen Unkosten sind also zu Lasten der Gewinnspanne gegangen. Da die pharmazeutische Industrie der Ostzone größtenteils heute im Westen tätig ist, ist das Sortiment des pharmazeutischen Großhandels auf dem alten hohen Niveau geblieben. Die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung ist mengenmäßig und qualitativ vollkommen gesichert.

Der Hamburger Kongreß hat den Vorstand der Organisation bestätigt. Der Vorsitz des Verbandes liegt in den Händen von Generaldir. Dr. Samstag, Frankfurt a. M., stellvertretende Vorsitzende sind Erich Kaufmann (Gruppe Niedersachsen) und Hans Walter Weth (Gruppe Nordrheinland). Weiter gehören dem Vorstande an: Carl Greite, Hamburg (Gruppe Nordmark), Krümpelmann (Gruppe Westfalen), Geilenkirchen (Gruppe Rheinland), Dr. Schäfer (Gruppe Hessen), Mecke (Land. Bremen), Wolf gang Jenne (Schleswig-Holstein) und Götz (Gruppe Nordwürttemberg-Nordbaden). P.