Unsere Aufgabe ist erfüllt“, sagte das „Westecho“ und stellte sein Erscheinen ein. Diese in Konstanz gedruckte Zeitung hieß vordem „Nouvelles de France“, und wenn sie auch die Gepflogenheiten der anderen Besatzungsblätter darin teilte, daß sie sich „überparteilich“ nannte, so hatte sie ihnen in einem Punkte viel voraus: ehrlicherweise erschien sie in zwei Sprachen: in Französisch und Deutsch. „Überparteilich“ waren die „Nouvelles de France“, weil sie keine der deutschen Parteien vertraten. Sie vertraten ja – denn zu diesem Zwecke wurden die Besatzungsblätter doch wohl alle gegründet, mögen sie „Tägliche Rundschau“ oder „Neue Zeitung“ oder „Die Welt“ heißen – sie vertraten ja die „Partei“ der Besatzungsbehörde. Die Nachfolgerin der „Nouvelles de France“, das „Westecho“ also hat jetzt erklärt, ihre Aufgabe sei die französisch-deutsche Verständigung auf geistiger Basis gewesen, und eben dies Ziel sei nunmehr verwirklicht. Sprach’s und verschied, während „Die Welt“ vor allen anderen Zeitungen der britischen Zone jetzt täglich erscheint und nichts dergleichen erklärte. Hier hat also die Verständigung, von der das „Westecho“ sprach, offenbar noch gute Weile J-r