Von der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Rundfunkwirtschaft wird als das Ergebnis einer interessanten Untersuchung festgestellt, daß im ersten Halbjahr 1949 in Westdeutschland rund 400 000 Rundfunkapparate umgesetzt wurden. Damit hat sich die Gesamtzahl der seit der Währungsreform verkauften Geräte auf annähernd 700 000 Stück erhöht. Die Preise der Geräte halten, soweit die technische Entwicklung einen Vergleich zuläßt, das Niveau der Jahre 1937/38. Und der Sättigungsgrad der einzelnen Haushaltungen mit Rundfunkgeräten ist gegenüber dem Vorjahr von 45 auf 50 v. H. angestiegen, während er 1939 immerhin 63 v. H. betrug und in der Schweiz sich heute auf 95 v. H. beläuft. Aus diesen Untersuchungsergebnissen bestätigt sich erneut die Uberwindung der Verkaufskrise in der Rundfunkwirtschaft, die im Frühjahr zu erheblichen Produktionseinschränkungen geführt hatte.

Diese erfreuliche Entwicklung wird auch von einem jungen Unternehmen der Rundfunkindustrie, der Wobbe-Radio-GmbH., bestätigt. Die Gesellschaft, früher in Winsen (Niedersachsen) ansässig, hat infolge des Entgegenkommens der Landesregierung Schleswig-Holstein in Rendsburg modernste Arbeitsräume bezogen. Die Wobbe-GmbH. beschäftigt 110 Arbeitskräfte und ist bereits zur Fließbandfertigung ihrer Geräte übergegangen. Augenblicklich verlassen täglich 100 Geräte des Typs "Rendsburg" das Montageband. Der 4-Röhren-4-Kreis-Super hat einen neuartigen Lautsprecher und stellt ein besonders modernes Gerät dar. –zke.