Präsident Truman forderte den amerikanischen Kongreß in einer dringenden Sonderbotschaft auf, ein 1,45-Milliarden-Dollar-Waffenhlifeprogramm zu verabschieden für alle von einer kommunistischen Aggression bedrohten Lander, vor allem Europa. Trotz ernster Warnung einflußreicher Kongreßkreise hat es der Präsident abgelehnt, dieses Hilfsprogramm zu kürzen.

Die USA, Italien und Holland ratifizierten mit großer Stimmenmehrheit in ihren Parlamenten den Atlantikpakt. Damit haben neun der elf Mitgliedsstaaten die Ratifizierung vollzogen.

Die Sowjetunion warf Italien in einer Note vor, den Friedensvertrag verletzt zu haben, indem dem Atlantikpakt beigetreten sei.

Der amerikanische Außenminister Acheson erklärte, daß die sowjetische Behauptung von einer italienischen Vertragsverletzung "jeder Grundlage" entbehre. Die USA-Regierung habe schon "hundertmal" darauf hingewiesen, daß der Atlantikpakt nicht gegen die Sowjetunion gerichtet sei.

Die Pariser Zeitung Le Monde setzte sich in einem Artikel erneut für die Aufnahme Deutschlands in den Atlantikpakt ein.

Von einer "ernsten Gefährdung" der Marshall-Plans sprach der ERP-Administrator Paul Hoffman, als er vor dem Bewilligungsausschuß des Senats gegen mehrere verlangte Änderungen des Auslandshilfegesetzes protestierte.

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