Wir müssen hoffen, daß man jenseits der deutschen Grenze für diese deutsche Stellungnahme Verständnis finden wird. Bei der uns diktierten Begrenzung der Produktion auf 11,1 Mill. t würde eine Stahlkonvention als Produktionskartell nicht nur für uns jede Elastizität vermissen lassen, sondern zusätzlich hemmend wirken und hätte damit Sinn und Reiz verloren. Anders lägen die Verhältnisse bei einem auf .6 oder 17 Mill. t erhöhten Limit.

Eine innerdeutsche Bewirtschaftungsfreigabegabe ist naturgemäß eine Vorbedingung für internationale Absprache. In gewissem Sinne gilt dies auch für eine Art Preisfreigabe. Die innerdeutschen Preise sind auch heute noch in fast allen Sorten wesentlich niedriger als die Auslandspreise. Die jeweiligen Exportpreise – so reizvoll eine Gegenüberstellung wäre – lassen sich kaum vergleichen, da teils Dumping, teils Vertragspreise kein zuverlässiges Gesamtbild ergeben. In Stabstahl ist der deutsche Preis 212,50 DM je t, in Frankreich und England liegt er leicht unter 300, in Belgien und den USA zwischen 240 und 250 DM. In Formstahl nennt Deutschland 209 DM je t, Frankreich und England rund 260, Belgien und USA 230 bis 240 DM. In Mittelblechen verlangt England 320 DM je t gegen 265 DM deutscher Inlandspreis, in Bandstahl 304 gegen 264 und in Feinblechen ist fast ein Ausgleich erreicht bei 397 in England und 391 DM je t in Deutschland. Die deutschen Exportpreise werden von der JEIA unter jeweiliger Berücksichtigung der Konkurrenten festgesetzt und sind daher unbestimmbar. Rlt.