Das unfreundliche Wetter der diesjährigen Ferienzeit hat den deutschen Bädern – besonders den Bädern an der Nord- und Ostseeküste – neue Schwierigkeiten bereitet. Die sehr schwache Vorsaison. hat im Zusammenhang mit der nur mittelmäßigen Belegung in der augenblicklichen Hauptsaison und der noch immer nicht beseitigten „Ferienunordnung“ die ersehnte Belebung des Fremdenverkehrs in diesem Jahre leider nicht Wirklichkeit werden lassen, obwohl von den Bädern alle Anstrengungen gemacht werden, die verschiedenen Nachteile zu beheben. Einen bemerkenswerten und neuartigen Weg ist hierin das Ostseebad Grömitz gegangen, das sich stolz das „Bad der Sonnenseite an der Lübecker Bucht“ nennt. Ab Mitte August bietet Grömitz seinen Gästen „volkstümliche Badereisen“ zum Preise von 85 DM für vierzehn Tage. Diese außerordentlich günstige Preisgestaltung, die nur durch enge Zusammenarbeit der Fremdenverkehrsbetriebe von Grömitz möglich war und gegenüber der Hauptsaison den Kurgästen keinen Nachteil bringt, verdient ohne Zweifel die Beachtung weitester Kreise und eine Nachahmung seitens der übrigen deutschen Seebäder und Kurorte. we.