Deutsche Wirtschaftswissenschaftler diskutierten über aktuelle Außenhandelsfragen und hatten dabei noch nicht einmal das Zahlenmaterial an der Hand, das doch die Grundlage für jede objektive Betrachtung des Themas wäre... Dieser Tatbestand geht aus der Veröffentlichung über die Diskussionen im neuerstandenen „Verein für Sozialpolitik“ (Schriften des Vereins für Sozialpolitik, Neue Folge, Band I; Verlag Duncker & Humblot, Berlin und München, 1949) hervor. Daß die Professoren die Außenwirtschaft zum Gegenstand ihrer Bemühungen machten, beweist ihre (oft verkannte) Wirklichkeitsnähe; daß ihnen aber das Handwerkszeug hierfür vorenthalten blieb, zeigt einmal mehr die politischen Schwierigkeiten, denen Deutschland noch immer – auch in seinen eigensten Bereichen – unterworten ist. Dennoch ist zu der ersten offiziellen Nachkriegstagung des seit 1872 bestehenden Vereins zu sagen, daß hier objektiv alles Für und Wider der konkreten Situation „behelfsmäßig“, also in den Tendenzen, erwogen wurde – eine Fundgrube, für den Fachmann, Alliierte und deutsche Außenhandelspolitiker sollten die Stimme der „Theoretiker“ nicht überhören; die alliierten insbesondere nicht, auch wenn der JEIA keineswegs ein Lob erteilt wurde.

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In Koordination mit den verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen,statistischen und wirtschaftspolitischen Forschungsstellen gibt das „Institut für Wirtschaftsforschung“ im Verlag Richard Pflaum, München 2, vierteljährlich die „Wirtschaftskonjunktur“ heraus. Fachleute, wie Wagner, Adolf Weber, Langelütke, von Golowatscheff, bieten die Gewähr für objektive Darstellung, aktuelle Berichterstattung und fundierte Prognose. Neben dem Üblichen gilt die besondere Pflege dem betriebs- und Volkswirtschaftlichen Grenzbereich Marktforschung und Konjunkturforschung. Die Außenstelle Hamburg des Instituts, Johnsallee 2a, befaßt sich vor allem mit der Konjunkturbeobachtung im norddeutschen Raum. Wei.

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„Geldtypen und Geldordnungen“ heißt ein Werk, das Dr. Angel Rugina im Verlag D. Kohlhammer, Stuttgart, herausbrachte. Das Buch (brosch. 18,– DM) stellt eine grundlegende Veröffentlichung auf dem Gebiet der Geld- und Wirtschaftstheorie dar.

Aus der umfangreichen Reihe von Neuerscheinungen der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Oldenburg (Oldb.), früher in Eberswalde ansässig, ist für Angehörige des Lebensmittelhandels und für alle Berufs- und Handelsschulen die 13. Auflage der „Warenkunde des Lebensmitteleinzelhandels“ von besonderer Wichtigkeit. Band I (6 DM) behandelt alle Nahrungsmittel, während Band II (4,50 DM) sich mit Genußmitteln und Haushaltswaren beschäftigt.

Als Fachorgan des Gesamtverbandes Gemeinnütziger Wohnungsunternehmen erscheint in der Norddeutschen Verlagsgesellschaft m. b. H. Hammonia, Hamburg-Altona, Goethe-Allee 4, die Zeitschrift „Gemeinnützige Wohnungswirtschaft“. Herausgeber ist Erich Klabunde.