Widerrufenes Geständnis

Ohne Widerspruch notierte Kasjukoff im Protokoll folgendes: „Ich ziehe meine am 3. April dieses Jahres gemachten Angaben, daß ich Mitglied einer antisowjetischen Spionageorganisation bei den Komintern gewesen bin, zurück.“

„Und warum haben Sie falsche Angaben gemacht?“ war die nächste Frage.

Welche Gemeinheit, dachte ich und sagte laut: „Sie wissen genau, mit welchen Mitteln Sie meine Geständnisse erpreßt haben. Oder haben Sie vergessen, daß ich bis zur Bewußtlosigkeit geschlagen und von ihnen zur Unterschrift Ihrer Erfindungen gezwungen wurde?“

„Ja, sehen Sie, Minischki“, sagt Kasjukoff, „daß hier geschlagen wird, ist ja allgemein bekannt. Aber das können wir doch nicht im Protokoll erwähnen. Ich gebe Ihnen eine halbe Stunde Zeit zum Überlegen. Denken Sie mal darüber nach, wie Sie am besten auf diese Frage antworten.“

Darauf ging er davon und schloß mich ein.

„Ich bin nicht in der Lage, etwas anderes zu erfinden“, sagte ich zu Kasjukoff, als et wiederkam. Er hörte mich gar nicht zu Ende an und schrieb ins Protokoll, daß ich die Aussagen unter der Einwirkung und dem Einfluß der schweren Gefängnisverhältnisse gemacht hätte. Ich setzte meine Unterschrift unter das Protokoll