Costa Rica kann für sich in Anspruch nehmen, der erste mittelamerikanische Staat gewesen zu sein, der mit Westdeutschland nach dem Kriege einen Handelsvertrag abschloß. Sicher ist der Warenaustausch, der in jeder Richtung einen Wert von 2,5 Mill. $ bis zum 30. Juni 1950 vorsieht, nicht überwältigend. Aber Costa Rica hat die erste Bresche in die Handelsvertragslosigkeit der Westzonen mit Mittelamerika geschlagen, und man kann davon überzeugt sein, daß nun die übrigen Staaten Mittelamerikas diesem Beispiel folgen werden.

Aus Costa Rica wird Westdeutschland die begehrten Exportgüter dieses Landes erhalten: Früchte, Honig, Zucker, Kaffee und auch Hartholz. Deutschland liefert dafür ein Sortiment seiner in Costa Rica seit Jahren vermißten Industrie- und Verbrauchsgüter. ww.