Als der Ibero-Amerikanische Verein (Hamburg-Bremen) in der vergangenen Woche den „Dia de la Raza“ in Hamburg mit einer festlichen Veranstaltung beging, war soeben der neue Handelsvertrag mit Uruguay abgeschlossen worden, der (nach den bereits laufenden Verträgen mit Argentinien, Chile, Columbien und Costa Rica) eine wesentliche Ausdehnung des deutsch-südamerikanischen Handels bedeuten wird, da ein beiderseitiger Warenaustausch von 70 Mill. $ vorgesehen ist. Unter den ausländischen Gästen war denn auch, neben einer Anzahl von Vertretern des Konsularkorps, der Gesandte von Uruguay, Dr. Terra, vertreten, wie auch, von deutscher Seite, sein Verhandlungspartner Frhr. v. Maltzan, der vor den versammelten Gästen über den deutschen Handel mit den ibero-amerikanischen Staaten referierte, Außerdem sprachen, von den deutschen Gästen des Vereins, Prof. Erhard, Senator Schiller-Hamburg und Senator Harmssen-Bremen.

Es traf sich gut, daß zu gleicher Zeit die erste Verlautbarung eines südamerikanischen Staates in der Frage des beschlagnahmten deutschen Eigentums ergangen ist. Von amtlicher chilenischer Seite sind der Studiengesellschaft für privatrechtliche Auslandsinteressen e. V. (Bremen, Langenstr. 98/99) wichtige Informationen zugegangen, die die weitere Behandlung des dort beschlagnahmten deutschen Vermögens betreffen. egs.