Die endgültige Zahl der toten Wehrmachtsangehörigen wird also vermutlich die Drei-Millionen-Grenze nicht wesentlich überschreiten, vielleicht sogar darunterbleiben. Die Verluste der Zivilbevölkerung infolge der Luftangriffe stehen zu den Gesamtverlusten der Wehrmacht im Verhältnis von etwa 1:4 bis 1:3. Ihre Gesamtverluste werden das (Drittel jedoch weit überschreiten. Dadurch unterscheidet sich für Deutschland der Zweite Weltkrieg grundlegend vom Ersten Weltkrieg, in dem die Zivilbevölkerung durch Feindeinwirkung und Flüchtlingsbewegungen nur ganz geringfügige Verluste erlitt.

Bei allen Vergleichen der Verlustzahlen des Zweiten Weltkrieges mit denen des Ersten ist im übrigen folgendes zu berücksichtigen:

a) Dieser Krieg dauerte 68 Monate, der erste 51.

b) Die Verlustzahlen für 1914-18 bezogen sich

auf eine Bevölkerung von 66 Millionen, die des letzten Krieges auf eine Bevölkerung von rund 85 Millionen.

Im großen kann man daher sagen, daß – berechnet auf den Durchschnitt der Bevölkerung – der Zweite Weltkrieg trotz seiner längeren Dauer nicht mehr Blut forderte als der Erste, soweit es die Verluste der Wehrmacht betrifft. Erst dadurch, daß so viele Angehörige der Zivilbevölkerung den Luftangriffen zum Opfer fielen, auf der Flucht zugrunde gingen oder unmittelbar in die Kampfhandlungen einbezogen wurden, war dieser Krieg für Deutschland verlustreicher als der voraufgehende.

Im Ersten Weltkrieg verloren die deutschen Streitkräfte insgesamt 43 deutsche Generale; auf dem Schlachtfeld verblieben von ihnen ungefähr ein Dutzend. Die Zahlen für den Zweiten Weltkrieg lauten nach einer privaten, aber im wesentlichen sicher zuverlässigen Aufstellung, zu der allerdings wohl noch Nachträge zu machen sind: