In der Befreiung des deutschen Außenhandels von seinen erheblichen Nachkriegsfesseln konnte ein neuer und sehr wichtiger Schritt getan werden: seit dem 28. November ist die Zuständigkeit für die Führung von Handelsvertragsverhandlungen auf die deutsche Republik übergegangen. In Zukunft wird also die Bundesregierung mit dem ausländischen Partner den Verhandlungsort festlegen und, falls die Handelsvertragsverhandlungen in Westdeutschland stattfinden, diese durch die Hauptabteilung Außenwirtschaft im Bundeswirtschaftsministerium in Höchst führen lassen.

Zu den ersten Verhandlungen, die von Westdeutschland in eigener Verantwortlichkeit begonnen wurden, gehören bereits die Besprechungen mit Frankreich. Es werden sich Verhandlungen mit dem Sterling-Block und mit Pakistan anschließen. Außerdem sind Handelsvertragsverhandlungen mit Mexiko, Peru, Haiti, Finnland, Jugoslawien, der Schweiz und Österreich zu erwarten. -zke