Die österreichische Roheisengewinnung wird für 1948 mit 613 236 t angegeben. Damit lag sie beinahe doppelt so hoch wie im Jahre 1937, als sie nur 387 000 t betrug. Die bisherigen vier Hochöfen sollen weiter in Betrieb gehalten werden, wenn die Exportlage eine derartig hohe Erzeugung rechtfertigt, Die Stahlerzeugung betrug 648 181 t. Vor dem Anschluß Österreichs belief sie sich auf 650 000 t im Jahr. Allerdings blieb die Erzeugung von Walzwerksprodukten mit 187 172 t im Jahre 1948 gegenüber der Vorkriegszeit (1937: 427 000 t) noch erheblich zurück. Die monatliche Durchschnittserzeugung an Roheisen hatte 1948, mit 51 103 t, 157,6 v. H. des Monatsdurchschnitts von 1937 erreicht, die Rohstahlerzeugung mit 54 015 t immerhin 99,8 H. und die Walzwerksproduktion mit 32 264 t 90,6 v. H.

Man erwartet vorerst keine wesentlichen Änderungen. Lediglich die "österreichischen Eisen- und Stahlwerke" wollen die Erzeugung von Feinblechen auf Kosten der Grobblechproduktion steigern. Die Gesellschaft hofft, die Walzwerksproduktion bis 1952 auf etwa 600 000 t bringen zu können. Für das laufende Jahr rechnet man mit einer Roheisenproduktion, von 720 000 t. einer Rohlstahlerzeugung von 700 000 t und einer Walzwerksproduktion von 450 000 t. Falls diese Ziffern erreicht werden, würde die österreichische Schwerindustrie die Folgen des Krieges überwunden haben. H. B.