Heftig brandete neulich in Hamburg die Kritik an einem Fels empor, jenem Feltz, der als Abteilungsleiter des Kölner Zweigsenders des NWDR für die Unterhaltung der Hörer verantwortlich ist. Man wirft ihm vor, er dächte bei dieser Unterhaltung zu sehr an seinen Unterhalt. Feltz nämlich ist Textdichter populärer Schlager, und einer, der den deutschen und internationalen Schlagermarkt als ein Experte kennt, behauptete in Hamburg, die Popularität der Melodien, die Feltz "betextet" habe, rühre nicht zuletzt daher, daß er, was er privat gedichtet, offiziell bevorzugt in den Äther ausstrahle; ja, Feltz bevorzuge seine eigene Produktion so sehr, daß alles andere, was an heiteren Texten und Melodien zur Welt käme, nimmer blühen, wachsen und gedeihen könne. Das heißt nichts anderes, als daß Feltz im Hauptberuf des Sendeleiters quasi wie ein guter Onkel an den Kindern handele, die er im Neben-Verhältnis mit der lockeren Muse gezeugt hat. Dem guten Onkel aber entspricht die gute Tantieme. Denn je mehr er offiziell aus Eigenem senden desto mehr fließt privat in seine Tasche, – Diese Kritik, die in Hamburg laut wurde, war schwer. Ob Feltz ihr wird nachgeben müssen? Oder ob er standhaft bleibt wie der von ihm selbst geschaffene, so populäre "Theodor vom Fußballtor", von dem der Dichter so treffend sagt: hält, der hält, der Held!"...?

Man sagt, die Schlagerkomponisten lagen ihm zu Füßen, ihm, dem Dichter der "Maria in Bahia" und der "Schwi-Schwa-Schweizeruhr", während die Dichter-Kollegen und die Schlagerverleger ihm das bereiten, was in seiner Sprache heißt: "Schwei-Schwa-Schwierigkeiten". M