Von jeher waren die Hamburger Hotels und Gasthäuser im In- und vor allem auch in Ausland dafür bekannt, eine gepflegte Gastlichkeit zu bieten. Das war ihnen in den Kriegsjahren nicht immer und in der zurückliegenden Nachkriegszeit überhaupt nicht möglich. Schließlich hatten die grausamen Bombennächte 32 Hotels und 58 Fremdenheime in Schutt und Asche sinken lassen. Mit ihnen waren von 8500 Betten, über die Hamburg vor dem Kriege verfügte, 3200 vernichtet. Den Rest, der noch benutzungswürdig war, beschlagnahmte die Besatzung.

Nach und nach werden diese Hotels wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt. Leider sind dazu erhebliche Investitionen notwendig, die die Inbetriebnahme für den Fremdenverkehr sehr hinauszögern. Kürzlich wurde das frühere Hotel "Rheinischer Hof", das seit 1945 Besatzungseinrichtungen zur Unterkunft diente, als neuzeitliches und sehr schmuckes 50-Betten-Hotel unter dem verpflichtenden Namen "Royal" wiedereröffnet. Anfang, des nächsten Jahres wird auch ein Teil des Hotels "Atlantic" für den deutschen Fremdenverkehr zur Verfügung stehen und damit jene weltberühmte Hoteltradition an der Alster fortsetzen, die Hamburgs guten Ruf als gastliche Sadt in aller Welt begründete. Damit dürfte dann die Hansestadt wieder über 6600 Betten in rund 300 Beherbergungsbetrieben verfügen. we.