Die langsame Normalisierung des Wirtschaftlichen Lebens beginnt sich jetzt auch spürbar in der Berliner Bekleidungsindustrie auszuwirken. Schon im Vorjahre zeigten vor allem die Betriebe der Berliner Damen-Bekleidungsindustrie anläßlich zahlreicher Messen, Ausstellungen und Modellschauen in Berlin und in Westdeutschland, daß sie in jeder Hinsicht konkurrenzfähig sind. Über die Inlanderfolge hinaus kann dieser Industriezweig jetzt sogar die ersten Export-Erfolge melden. So hat kürzlich eine führende Firma der Berliner Damen-Bekleidungsindustrie eine Lieferung von Wollgeorgette-Kleidern im Werte von 6000 $ nach der Schweiz abgeschlossen. Andere Firmen konnten mit ihren Modellen in Großbritannien, in den Niederlanden und auch in Skandinavien starken Widerhall finden und haben berechtigte Hoffnungen, mit diesen Ländem ebenfalls das Exportgeschäft, anzubahnen.

Die unermüdlichen Anstrengungen, der Berliner Bekleidungsindustrie wieder das alte und gute Hausvogteiplatz-Ansehen zu verschaffen, müssen um so höher bewertet werden, als ja zahlreiche führende Unternehmen dieser Branche Berlin nach 1945 verlassen haben. Man kann daher den in Berlin verbliebenen und ebenfalls den in den Nachkriegsjahren neugegründeten Betrieben dieser Branche zu den ersten Anfangserfolgen nur eine weitere günstige Entwicklung wünschen. –zke.