Clifford K. Berryman, der Erfinder des Teddybären, ist vor einigen Tagen in New York im Alter von achtzig Jahren gestorben. Fast fünfzig Jahre sind es nun her, daß Berryman seinen „Teddy“ zum erstenmal zeichnete. Seitdem ist der Bär eines der liebenswertesten Geschöpfe geworden, die die Welt der Kinder, bevölkern. Sein breites Gesicht ist gutmütig, drollig und sein Brummen nicht ohne einen Schuß Verschmitztheit. Schon zwei Generationen haben ihn geliebt, ob Jungen oder Mädchen. Man kann ihn boxen, kraulen, den Arm ausrenken, das Gesicht verdrehen, er läßt sich alles gefallen. Und wenn die Holzwolle aus seinem braunen Bauch quillt – er schreit nicht, wenn man die Wunde wieder zunäht. Aber sicher ist der Teddybär in diesen fünfzig Jahren von Kindern mehr gestreichelt worden als geschlagen, denn er ist lebendiger als alle anderen Spielzeuge von heute, und in seinen Glasaugen spiegelt sich bisweilen ein Stückchen Kinderseele. Der Teddy Clifford Berrymans hat ebenbürtige Geschwister vielleicht nur in der Mickymaus und dem Bären Bongo des großen Trickfilmregisseurs Whalt Disney. Aber diese Geschwister leben nur im Film, er aber in der Wirklichkeit. Durch diese Wirklichkeit wird er seinen Erfinder lange überdauern, sicher solange wie Kinder mit dem Herzen spielen. P. H.