Die sieben westdeutschen Börsen waren 1949 in solcher Bewegung, daß ein geschlossener Überblick über die Meinungen, Tendenzen und Realitäten an ihnen willkommen ist. Da hat das Commerzbank - Nachfolgeinstitut, Hansabank, Hamburg 11, zur rechten Zeit mit einer kleinen Schrift aufgewartet: „Rund um die Börse 1949“ 15 Seiten Text, 15 Seiten Kurstabellen, mehr nicht. Und doch ist alles darin, was die gegenwärtige Situation erklärt. Theoretisch würde man sagen, man hat von Schwalenbach das Betriebswirtschaftliche, von Keynes das Psychologische und von den modernen deutschen Theoretikern das Richtigpassende übernommen. Und real heißt das, die alten Erfahrungen seriöser Bank- und Börsenpraktiker sind allgemeinverständlich so dargestellt, daß auch – vorsichtig – Tips für die nahe Zukunft und die Entwicklung auf längere Sicht herauszulesen sind. Gleichzeitig wird unaufdringlich „Unterricht erteilt“ in den Zusammenhängen von In- und Auslandsbörsen, von effektiven Stücken und Papieren im Sammeldepot, von Aktienwerten und Volksvermögen, von DM-Eröffnungsbilanz, Börse, Steuer, Lastenausgleich und Kapitalhöhe, von Risiko- und Rentenwerten, Altschulden und Neumissionen.

Alles in allem: Zeitloses und Aktuelles in der richtigen Mischung. Auf den Inhalt eingehen? Selbst lesen! W-n.

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Mit einer großen Reihe von Neuerscheinungen und Neuauflagen hat der Verlag für Rechtswissenschaft, Berlin-Lichterfelde-W., Malvenstraße 12, das Verdienst erworben, zahlreiche Themen von allgemeiner Bedeutung für die Praxis hervorragend angesprochen zu haben. Von den Neuauflagen sei zunächst der seit Jahrzehnten überall weitverbreitete Kommentar von Jonas-Pohle „Zwangsvollstreckungsnotrecht“ erwählt (15. erweiterte Auflage, 470 S., 16,– DM). Das ebenfalls bekannte Handbuch „Grunderwerbssteuerrecht“ von Dr. S. Neumann, erschien in einer dritten Auflage (178 Seiten, 5,70 DM). Als Gemeinschaftswerk erster Sachkenner gab der Verlag das Buch „Probleme der Währungsreform“ heraus, das die Klärung der zahlreichen Zweifelsfragen von der grundsätzlichen Seite her anpackt (224 Seiten, 7,– DM). Neuerscheinungen dieses sehr rührigen Verlages sind: „Kommentar zum DM-Bilanzgesetz“ von Dr. H. Meilicke (250 S., 8,50 DM), „Gesellschaftsrecht“ von Prof. Dr. H. Lehmann, Köln (336 S., 13,90 DM), „Ehegesetz“ von Dr. C. Creifels, Berlin (150 S., 5,– DM), „Verschollenheitsrecht“ von Dr. H. Vogel, Hamburg (274 S., 10,– DM), „Mieterschutzgesetz“ von Dr. H. G. Kozer, Berlin (96 S., 3.75 DM) und u. a. der für die Praxis kurzgefaßte Handkommentar von Prof. Dr. v. Mangoldt „Das Bonner Grundgesetz“ (240 S., 8,– DM).

In der Reihe der Kalender, die zum Jahreswechsel im Buchhandel Westdeutschlands und Westberlins erscheinen, fällt für den Interessenten für Garten, Kleintierhof und Bienenstand zunächst der „Trowitzsch-Kalender 1950“ angenehm auf. Mit seiner geschmackvollen äußeren Gestaltung und dem nützlichen und praktischen Inhalt wird er sich wieder viele neue Freunde erwerben, zumal er Beiträge erster Fachautoren enthält (Trowitzsch-Verlag, Holzminden, Bismarckstr. 3, 180 Seiten, 2,20 DM). – Der Siebeneicher – Verlag, Berlin – Charlottenburg 4, Schlüterstr. 50, macht in seinem Jahrbuch „Unser Hof 1950“ Bauern und Gärtner, Siedler und Gartenfreunde auf anregende Art und Weise mit den neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Bodenfruchtbarkeit, der Betriebswirtschaft und der Siedlung vertraut (128 S., 2 DM) ww.