Der Bundespressechef Paul Bourdin hat sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Bevor er vor wenigen Wochen sein Amt antrat, war er Chefredakteur der Berliner Zeitung „Der Kurier“ gewesen, ein glänzender Journalist mit großen politischen Gaben und ausgezeichnet durch ein auffallendes Geschick, Menschen zu behandeln. Er geht jetzt, weil er sich in die klägliche Rolle nicht fügen will, die ihm durch die Pressepolitik des Bundeskanzlers zugemutet worden ist, und weil er nicht daran denkt, sich die üble Intrigenwirtschaft in seinem eigenen Amt länger gefallen zu lassen. Es dürfte wohl nicht möglich sein, unter diesen Umständen einen Nachfolger von Rang für ihn zu finden. Tgl.