Eine Sammlung von Briefen Descartes’, die in dieser Form in deutscher Sprache zum erstenmal veröffentlicht wird (Descartes: Briefe 1629 bis 1650, herausgegeben von Max Bense, übersetzt von Fritz Baumgart, Staufen-Verlag, Köln und Krefeld), wird dem an der Philosophie interessierten Publikum willkommen sein. Schon deshalb, weil Descartes, der durch sein Alles-in-Zweifel-Ziehen die Grundlage zu methodischem Fragen entwickelt hat und mit der ersten ernsthaften Analyse des Subjekts der Vater der modernen Philosophie geworden ist, in diesen Briefen manche seiner Thesen, sogar das berühmte cogito ergo sunt gegen Einwände verteidigt und somit deutlicher macht. Aus einigen Briefen merkt man ziemlich klar die starke Rücksicht, die der Philosoph auf die Kirche zu nehmen hatte: während er schrieb, verurteilte das Inquisitionstribunal Galilei (1633). W. F.