Zur 200, Wiederkehr des Todestages von Johann Sebastian Bach hat der deutsche Bach-Ausschuß einen Wettbewerb für Organisten, Cembalisten, Pianisten, Geiger und Sänger ausgeschrieben. Es wurden 12 000 Ost-Mark an Preisen ausgesetzt. Anmeldeschein – Ein internationaler Friedenspreis in Höhe von fünf Millionen französischen Francs wurde vom Weltkongreß der Kämpfer für den Frieden in Paris für die besten Filme, Bücher und Kunstwerke, die zur Festigung des Friedens zwischen den Völkern beitragen, gestiftet. Teilnahmeberechtigt sind die Geistesschaffenden aller Nationen; der letzte Termin für die Einsendung der Werke, für die in der Bundesrepublik das Komitee der Kämpfer für den Frieden in Frankfurt zuständig ist, ist der 1. April. – Die Hamburger Kunstschule an der Alster für Gebrauchsgraphik und Mode vergibt zum Beginn ihres Frühjahrsemesters mehrere Stipendien für das gesamte Studium an dieser Schule. Die Stipendien sind mit einem Wettbewerb verbunden, zu dem jeder Teilnehmer sechs eigene Zeichnungen einsenden muß.

Wilhelm Furtwängler hat die künstlerische Oberleitung der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde niedergelegt und auf die Ehrenmitgliedschaft dieser Gesellschaft und des Wiener Singvereins verzichtet, – Der Wiener Singverein hatte die Mitwirkung an einer für Mitte Februar geplanten Aufführung der Matthäus-Passion durch die Wiener Philharmoniker unter Furtwängler abgelehnt, da er die Aufführung der Passion auf dem internationalen Bach-Fest in Wien unter Herbert von Karajan plant Der Singverein weist darauf hin, daß er zunächst Furtwängler für die Aufführung der Bach-Passion verpflichten wollte, dieser aber abgesagt habe.

Der Justus-von-Liebig-Preis für besondere Verdienste um die Landwirtschaft ist dem Ordinarius für Acker- und Pflanzenbau an der Universität Halle, Professor Dr. Römer, für des Jahr 1949 und dem Ordinarius für Landmaschinen an der Universität Bonn, Professor Dr. Dencker für das Jahr 1950 verliehen worden, Professor Römer hat sich um die Züchtung neuer Getreidesorten verdient gemacht, während Professor Dencker wesentliche Arbeiten zur Technisierung des Kartoffelbau’s veröffentlichte.

Ein neues Mittel zur Vernichtung des Kartoffelkäfers – Potasan – haben die Bayer-Werke (Leverkusen) entwickelt. Es wurde bereits im Freigelände erprobt. Ein Gramm des Potasan soll genügen, um 145 000 Larven zu töten.

Einen Einjahresplan unter dem Motto „Das Notjahr des deutschen Films 1950 fordete ein Redner auf einer Kundgebung der Notgemeinschaft Film in Berlin. Der Präsident der Berliner Bühnengenossenschaft, Erich Otto, erinnerte daran, daß Berlin früher nach Hollywood die größte Filmproduktionsstätte der Welt gewesen sei. Otto warnte davor, in zahlreichen Orten Filmateliers zu schaffen, während die Berliner Ateliers Verständen,