Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die vor allem darauf zurückgeführt werden, daß Argentinien bei deutschen Lieferungen von 24 Mill. | erst für 3 2 Mill f nach dem Bundesgebiet ausführte, nehmen die Frankfurter Wirtschaftsbesprechiungen zwischen Argentinien und der Bundesrepublik nunmehr einen günstigeren Verlauf.

Von gut unterrichteter argentinischer Seite wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß sich die Devisenlage am La Plata während der letzten Wochen erheblich gebessert habe. Die Regierung Perön genehmigte das System der Dreiecksgeschäfte, wodurch bereite beträchtliche Guthaben in fremder Valuta angesammelt werden konnten. Unter anderen erhielt Japan unter dem Handelsvetrag mit Argentinien zusätzlich 300 000 t Weizen, die es nach Westdeutschland gegen Ruhrkohle verkauft. Auch Schweden importierte argentinischen Wreizen, den es gegen Industrieerzeugnisse ebenfalls an die Bundesrepublik verkaufte, während Argentinien seine Guthaben in Schweden zum Bau von Tankschiffen verwendet. Schließlich verhandeln Argentinien, England und Frankreich über die Lieferung von 700 000 Häuten, was dem derzeitigen Gesamtbestand am La Plata entsprechen dürfte.

Bei dem Importverfahren setzt sich das System der freien Auktionen stärker durch. Bei zwei Versteigerungen konnte im Januar ein Erlös von 190 Mill. Pesos erzielt werden, darunter 45 Mill für britische Textilien, 26 Mill für Kraftwagen, 19 Mill für deutsche Industrieerzeugnisse und Pharrnazeutika. Am 6. Februar wurden französische Importe von weiteren 120 Mill. Pesos versteigert, denen in diesen Tagen spanische und wiederum deutsche Waren folgen werden. Beachtlich ist der Anteil von "nonessentials", die beim Dollarkurs von 10 03 gute Umsätze verzeichnen.

Infolge der bereits- erzielten Devisenerlöse konnte das argentinische Wirtschaftsministerium zusätzlich zu dem Jahreskontingent von 27 Mill. weitere 30 Mill $ für den Import landwirtschaftlicher Maschinen freigeben hjh.