Die Gefahr eines Zusammenbruchs der deutschen Filmwirtschaft erörterte der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Presse, Rundfunk und Film, Dr Rudolf Vogel, am 17. Februar vor der Presse. Der Mangel an Eigenkapital bei den Produktionsfirmen, sagte er, werde es dringlich machen, daß Bund und Länder Ausfallbürgschaft ten leisten. Sonst könne die deutsche Produktion sich nicht gegen das ausländische Kapital behaupten, und das Angebot an ausländischen Filmen werde den deutschen Markt überschwemmen. Eberhard Klagemann, der Vorsitzende des westdeutschen Filmproduzentenverbandes, begrüßte diese Äußerung aus Bonn mit Zustimmung und schlug Verhandlungen mit den ausländischen Verleihfirmen über eine angemessene Quote vor (etwa 60 ausländische auf 40 deutsche Filme).

Der mit großer Reklame angekündigte Rosselini-Film Stromboli mit, Ingrid Bergman in der Hauptrolle hatte bei seiner Uraufführung in den Vereinigten Staaten nur geringen Erfolg. Von den Pressekritiken wird der Film fast einmütig abgelehnt und als unglaublich schwach, wenig anregend und schauspielerisch nicht überzeugend bezeichnet. Rosselini hatte vor der amerikanischen Uraufführung erklärt, daß er die Verantwortlichkeit für die Fassung, die man dem Film in den USA gegeben habe, ablehnen müsse.

Der Chefdirigent des Nord westdeutschen Rundfunks, Hans Schmidt-Isserstedt, leitete in Rom ein Sinfoniekonzert für den italienischen Rundfunk, das Werke von Brahms, Bartok und Martina brachte, Der Leiter des Sinfonieorchesters des Südwestfunks, Hans Rosbaud, dirigierte in Madrid und Barcelona mehrere Konzerte des spanischen Nationalorchesters

Das Kranichsteiner Musikinstitut (Darmstadt, Amerikahaus) wurde von der deutschen Sektion der Internationalen Gesellschaft für neue Musik mit der westdeutschen Geschäftsführung beauftragt. Anmeldungen von Mitgliedern aus der Westzone werden dorthin erbeten.

Einen Antrag, das Verbot des Faust-Balletts Abraxas aufzuheben, stellte die FDP-Fraktion im Bayrischen Landtag. Da sich herausgestellt habe, daß das Ballett von Werner Egk weit über die Grenzen Deutschlands hinaus begeistert aufgenommen sei, könne das Verbot für Bayern nicht mehr aufrechterhalten werden.

Der Ausbau des Konstanzer Theaters zu einem Städtebund-Theater am Bodensee wird von den Kulturreferenten der Städte Konstanz, Radolfzell, Überlingen, Singen, Friedrichshafen, Ravensburg und Stockach geplant.