Hamburgs Postverwaltung, die vor dem Kriege etwa 112 000 Fernsprechanschlüsse in Betrieb hatte, hegt die Hoffnung, in absehbarer Zeit den Vorkriegsstand erreichen zu können. Das ist eine große Aufgabe, denn bisher sind in Hamburg erst 100 000 Anschlüsse in Benutzung. Nach Kriegsende waren es kaum 80 000. Leider war es bisher noch nicht möglich, die drei wichtigsten von den sechs zerstörten Fernsprechämtern wiederaufzubauen. Aber trotzdem hat Hamburg im Verhältnis zum übrigen Bundesgebiet die meisten Anschlüsse: es sind zehn auf je 100 Einwohner. Mit je neun Anschlüssen folgen Bremen und Düsseldorf, je sechs haben München, Köln und Lüneburg, je fünf Lübeck und (bisher) Bonn. Essen verfügt sogar über nur drei Anschlüsse auf je 100 Einwohner. Übrigens sind die Hamburger auch die telefonfreudigsten Menschen Westdeutschlands. Auf 100 Hamburger entfallen im Jahr 10 000 Ortsgespräche. Im übrigen Bereich der Bundesrepublik kommt man auf kaum 3700.

Im Zuge der weiteren Normalisierung des Hamburger Postverkehrs wurde jetzt in der Innenstadt, im Hause Mönckebergstraße 7, das Postamt 18 wieder der Öffentlichkeit übergeben. Es war seit der Ausbombung im Jahre 1944 außer Betrieb. Auch das Postamt Hamburg-Wandsbek 3 konnte nach erfolgtem Wiederaufbau in Betrieb genommen werden, während in Hamburg-Volksdorf ein moderner Neubau im Landshausstil endlich – den gewachsenen Anforderungen entsprechen wird. ww.

Wie der Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie mitteilt, ist die Fernmeldeindustrie des Bundesgebietes in der Lage, den Bedarf an Telefonanlagen aller Art zu decken. Auch die Schwierigkeiten beim Bau von Amtseinrichtungen sind überwunden.

In Amerika wurde jetzt ein „Elektrisches Auge“ entwickelt, mit dem man von einem Flugzeug aus Kupfer-, Blei-, Zink- und Goldvorkommen feststellen kann. Das Instrument soll durch die Messung der elektrischen Leitfähigkeit der Erde arbeiten.