In Wien, wo man mit den sowjetischen Befreiem nicht weniger Ärger hat als in Berlin, freut man sich um so mehr, wenn es durch die vielfältigen Beziehungen, die dort noch mit den Satellitenländern: bestehen, gelingt, ab und zu einen Sowjetwitz zu erhaschen. Der neueste ist ein Anekdötchen aus einer sowjetischen Dorfschule-

„... Wer ist Dein Vater“, fragt der Lehrer. „Der große Stalin“, ist die gut auswendig gelernte Antwort dies Zehnjährigen. „Und wer ist Deine Mutter?“ „Die Sowjetunion, die Mutter aller Werktätigen und aller friedliebenden Völker auf der Ende“, sagt der artige Kleine. „Gut“, sagt der Lehrer, „und jetzt sag’ mir noch, was Du werden willst“. „Ein Waisenkind“, antwortet der Junge schnell.