Die Verteidigungsminister der Atlantikpaktmächte beendeten ihre Konferenz in Den Haag. Sie gaben ihre „einmütige Zustimmung“ zu einem umfassenden strategischen Plan für die Verteidigung ihrer Länder.

3,1 Milliarden Dollar einschließlich der ERP-Gelder wurden vom amerikanischen Repräsentantenhaus für Auslandshilfen verabschiedet. 270 Millionen Dollar ursprünglich vorgesehener Auslandshilfen wurden gestrichen.

Präsident Truman erklärte, er habe nicht die leiseste Befürchtung, daß die Verteidigungsbereitschaft der USA unter den für die amerikanische Sicherheit notwendigen Stand abgesunken sei. General Eisenhower hatte diese Behauptung in der vorangegangenen Woche aufgestellt;

In einer vom State Department veröffentlichten Denkschrift: „Vorbereitung für die Nachkriegs-Außenpolitik“ wird festgestellt, daß sich der von Roosevelt und Churchill gebilligte Morgenthau-Plan für die Behandlung Deutschlands nach dem Kriege seit Anbeginn in einem „grundsätzlichen Gegensatz“ zu den Ansichten des amerikanischen Außen- und Kriegsministeriums befunden habe.

Präsident Truman bezeichnete die republikanischen Senatoren McCarthy, Wherry und Bridges, die sich in der letzten Zeit durch Vorwürfe gegen leitende Beamte, des State Department hervorgetan haben, als „Saboteure der amerikanischen Außenpolitik“ und „die größten Aktivposten des Kreml“.

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Nach dem Beispiel des amerikanischen Senators McCarthy beschuldigte Lord Vansittart im englischen Oberhaus höhere britische Geistliche, Beamte im Ernährungs-, Erziehungs- und Gesundheitsministerium, sowie Angestellte der BBC und Angehörige der Admiralität und des Kriegsministeriums kommunistischer Gesinnung. Politische Kreise in London gaben ihrer Befürchtung Ausdruck, daß jetzt auch in England die antikommunistischen „Hexenverfolgungen“ ihren Anfang nehmen könnten.