WisseoschaiWidi Institute sind wichtig, besonders wna sie einer fortschreitenden Reehtszersplitterung lind Unsicherheit entgegenwirken sollen. Denn das alte vor 50 Jahren in Kraft getretene Bürgerliche Gesetzbuch hat doch mancherlei Lücken; das ist jedenfalls die Meinung des Dekans der juristische Fakultät der Universität Köln, Prof. Dr. Nipperdey, der jüngst mit dein Plan, ein Institut für Wohnungsrecht und Öffentlichkeit trat.

Eilends wurde eine Grünckingsversainmluing einberufen, bei der ach eine Förderergesellschaft 2ur finanziellen und ideellen Unterstützung des raeuea Instituts konstituierte, das allerdings noch nicht existiert. Das merkten auch die nach Köln gekommenen und als künftige Förderer vorgesehenen Vertreter des Wohnongsrechtes sowie 3er Wohouagswirtschaft und vor allem auch die Vertreter der Mieter wid Haus- und Grundbesitzer. Zur Zeit herrschen noch organisatorische Schwierigkeiten vor: gehört das zu gründende Institut in die Wirtschafts- und sozialwisseinschafliiche oder in die Juristische Fakultät oder sollte man es gar in das schon in Köln bestehende Forschungsinstitut für Sozial- öd Verwaltungswissenschafsra einbauen? Prof. Dr. Nipperdey reklamierte als Jurist natürlich seine Fakultät als den richtiges Schoß für das neue Institut. Aber im übrigen meinte er, die Grüadwigsvcrsajnrfllwng sollt diese Frage nicht weiter behandelrij die Entscheidung läge ohnehin bei der Universität und dem Kultusministerium. Die künftigen Förderer waren offen über diese Präge, wenn auch ohne Ergebnis. Ein Vertreter der Ajiwaitsfcatarner äußerte sogar Bedenken gegen eine Neugründung überhaupt. Die Anwaltskammer glaube : daß die Aufgaben, die dem neuen Institut abertragen werden sollten, genau so gut von schon bestehenden Instituten juristischen Charakters gelöst werden könnten, Doch apch däe Änwakskammer versagte ihre Mitarbeit in der neuen PörderergeseHschaft nicht. Im übrigen war bei der Gröndungsversamimlung nur von der juristischen Seite der ganzen Sache die Rede. Ob das nun an der Person des Herrn Dekans laig oder daran, daß man noch nicht weiß, wen man als zweiten Direktor des Instituts, der freilich dann ein Wirtschaftswissenschaftler sein müßte, präsentieren kann, ließ sich nicht ohne weiteres erkenfeea. M. D.