Im Akademischen Gemeinschaftsverlag, Salzburg, sind vor kurzem drei Bände einer Reihe erschienen, die bei all denen, für die sie zusammengestellt wurden, großen Zuspruch haben dürften. Unter dem Motto „Heimat im Herzen“ wird den Flüchtlingen aus Schlesien, dem Sudetenland und Siebenbürgen ihr Heimatbuch in die Hand gegeben. („Wir Schlesier“, „Wir Sudetendeutsche“, „Wir Siebenbürgen“, mit je 24 Bildtafeln). Bunte Anthologie der Geistesgeschichte vergangener und neuerer Zeit in jenen Gebieten, die ihre deutsche Prägung trotz aller Vernichtungsversuche auch über die Gegenwart hinaus behalten werden. Daß die Heimat als geistige Provinz auch in der Fremde lebendig bleibt, ruft Horst Lange in der Einleitung zum Schlesier-Buch seinen Landsleuten zu. Und daß die Zeugnisse in Versen und Prosa das Verständnis der Gastgeber für die Vertriebenen wecken möge, hofft Heinrich Zillich, der Herausgeber des Bandes „Siebenbürgen“. So sollen denn zwei Ziele zugleich mit den „Hausbüchern“ der Heimatlosen erreicht werden. Diese Spenden geistiger Nahrung könnten ein schöner Ansporn für diejenigen sein, die für die leibliche Nahrung zu sorgen haben; denn auch Flüchtlinge werden nicht, satt, wenn sie Johannes von Saaz, Eichendorff oder Gerhart Hauptmann lesen. schl.