So eifrig sich die sogenannten Historiker unserer Kommunisten auch der Generallinie der Partei anzupassen, ja sie zu übertreffen bemühen – es bleiben ihnen die Moskauer Rügen dennoch nicht erspart. So hat jetzt die amtliche Sowjetzeitschrift für Geschichtswissenschaft Woprosy Istorii in einem langen Artikel anderthalb Jahrgänge der „Einheit“, der führenden Zeitschrift der SED, rezensiert. Dabei bekommen trotz aller Anerkennung, die die Moskauer Chefs dem Ziel dieser Zeitschrift zollen, eine ganze Anzahl bedeutender SED-Größen und -Professoren etwas aufs Dach, sogar der Staatssekretär für Äußeres, Anton Ackermann, der von der Parteilinie abgewichen sei, weil er dem Kapitalismus in den Jahren 1924/28 „zu Unrecht eine relative Stabilität zugeschrieben“ hat. Hoffentlich leidet seine hoffnungsvolle Karriere dadurch keinen Schaden... H. A.