Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Westdeutschland und Argentinien sehen einen Warenaustausch im Werte von 250 Mill. $ vor. Westdeutschland wird elektrische Geräte, Präzisionsinstrumente, Eisen, Stahl und Chemikalien ausführen und dafür Getreide, Häute, Wolle, Fleisch und Speisefette einführen.

In zuständigen Kreisen rechnet man mit einer baldigen Wiederaufnahme der Wirtschafts Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik und Großbritannien, die am 11. März unterbrochen worden warden.

Der deutsch-spanische Handelsvertrag sieht u. a. die Lieferung von spanischen Textilrohstoffen und Textilerzeugnissen im Werte von 900 000 $ vor. Für 300 000 $ werden Wollgewebe, für 20 000 $ Schafwolle und u. a. für 50 000 $ Teppiche und Dekorationsstoffe eingeführt. Westdeutschland liefert Textilien im Werte von 330 000 $ nach Spanien.

AUSLAND

Während die USA-Stahlproduktion im Februar 6,8 Mill. Tonnen betragen hatte, belief sie sich im März auf 7,5 Mill. Tonnen. Infolge der ERP-Hilfe ist die Stahl- und Eisenproduktion in Westeuropa erheblich angestiegen. Von 21,86 Mill. Tonnen im Jahre 1947 auf, 35,6 Mill. Tonnen im vergangenen Jahre stieg. die Produktion von Roheisen und Eisenlegierungen, während die Produktion von Rohstahl und Stahlguß von 30 Mill. Tonnen auf 46,2 Mill. Tonnen gesteigert werden konnte.

Bolivien hat den Kurs des bolivianischen Peso von bisher 42 auf 60 Peso für 1 $ abgewertet.

Als Folge des französischen Kohleüberflusses, der zu Kohle-Importkürzungen führen wird, haben die französischen und saarländischen Kohlenbergwerke an zwei Tagen im Monat Feierschichten eingelegt.