Nach einer Berechnung der ECA haben in den Jahren 1948 und 1949 500 000 amerikanische Touristen in Westeuropa 450 Millionen Dollar ausgegeben. Für das laufende und das kommende Jahr rechnet die Marshall-Plan-Verwaltung mit 700 000 Touristen, die etwa 625 Millionen Dollar in Umlauf bringen werden.

Den „Sozialtourismus“ will der deutsche Gewerkschaftsbund auch im deutschen Fremdenverkehr begründen. Diese Einrichtung, durch die auch nicht so gutgestellten Bevölkerungskreisen das Reisen ermöglicht werden soll (wobei man die Form der KdF-Massenreisen vermeiden will), ist in Italien, Frankreich und der Schweiz bereits mit gutem Erfolg praktisch erprobt worden.

Die Arbeitsgemeinschaft DER-Gesellschaftsreisen hat in diesem Jahr auch den Schwarzwald in ihr Reiseprogramm einbezogen. Die Ferienreisen nach Triberg, Hinterzarten, Schluchsee, Menzenschwand und Todtnauberg beginnen im Mai und werden bis Ende September durchgeführt. An den Fahrten können auch Reisende teilnehmen, die sich eine freie Unterkunftswahl vorbehalten.

Vierzig neue Einbettschlafwagen hat die Bundesbahn in Auftrag gegeben, von denen zehn für den innerdeutschen Verkehr, dreißig für den Verkehr der Besatzungsmächte eingesetzt werden sollen. Die Hälfte der Wagen wird Ende Juni bereits fertiggestellt sein. – Mit Beginn; des Sommerfahrplans im Mai stellt die Bundesbahn Schienenomnibusse in Dienst, die zunächst im Allgäu verkehren werden. Die Dieseltriebwagen können eine Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometern je Stunde erreichen und bieten für 80 Personen Platz. Außerdem können in einem Anhänger weitere 60 Reisende befördert werden.

Die Stadt Karlsruhe hat Camping-Felder für den Automobil – Touristenverkehr eingerichtet, auf denen die Wohnwagenbesitzer Anschlüsse an die Wasserleitungen und andere hygienische und sanitäre Einrichtungen vorfinden.

Die Insel Borkum feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Jubiläum als Nordseebad und hat aus diesem Anlaß einen Prospekt herausgegeben, der die Vorzüge der Insel als Heilbad und klimatischen Kurort besonders unterstreicht.

In Berchtesgaden ist die neue Seilschwebebahn in Betrieb genommen worden, die den Höhenunterschied zwischen Schießstättbrücke – über Schiedköpfel und Hochlenzer – und der Höhenstraße, der Verbindung zum Obersalzberg, überwindet.