Wenn man aus der zweiten Rauchwarenmesse, die in Frankfurt stattfand, eine Quintessenz ziehen will, so ist es wohl die, daß die „Kaninchenzeit“ vorüber ist. Kanin wird zwar noch verarbeitet, aber nicht mehr gefragt. Auch hier hat sich also die Nachfrage wieder auf die Qualität verlagert und dabei auf die mittlere und billige Preislage in Edelpelzen konzentriert. An der Spitze lagen alle Lammfellarten, besonders orientalisches Lamm, das dem Persianer im Aussehen ähnelt und im Preis wesentlich niedriger liegt. Dann folgen Persianer, Ozelot, Bisam, Nerz, Fuchs, Fohlen und Kalb.

Daß auch bei der Qualität der Preis eine ausschlaggebende Rolle spielt, bewies der Preisrückgang um teilweise 50 v. H. (ein Drittel im Durchschnitt) gegenüber dem Vorjahr. Damit ist das Weltmarktpreisniveau erreicht. Der Umsatz stieg auf das Doppelte und erreichte 7,5 Mill. DM im Inland und 1 Mill. im Ausland: ein Erfolg, der die Erwartungen übertraf. 170 Aussteller konnten 2000 Besucher mehr als im Vorjahr verzeichnen, die Fach- und keine Sehleute waren. Darunter befanden sich fast alle Firmen, die schon aus Leipzig bekannt sind und nun den Anschluß in Frankfurt suchen. Diese Tatsache, verbunden mit dem verbuchten Erfolg, dürfte Frankfurt die Nachfolge Leipzigs vorerst sichern. R.E.L.